Radwechsel made by Ehemann

Radwechsel

Am Donnerstag Morgen, ich war gerade im Auto unterwegs zu einem Kunden, bekam ich einen Anruf eines aufgeregten Ehemannes.

 

Er habe die Sommerreifen auf das Auto seiner Frau aufgezogen. Nun, 2 Wochen später, fuhr diese damit zur Arbeit und plötzlich verlor sie dabei ein Rad. 2500€ Schaden entstanden dadurch am Auto.

 

Seine erste Frage war ob dies seine Privathaftpflichtversicherung bezahlen würde. Dies musste ich leider verneinen da hier Schäden der versicherten Personen untereinander ausgeschlossen sind (hier die Eheleute).

 

Zum Glück besteht auf das Auto eine Vollkaskoversicherung, versichert bei einem großen deutschen Versicherer. Da die Autos nicht über mich versichert sind bat ich den Kunden sich direkt mit dem Vertreter in Verbindung zu setzen und alles weitere zu klären. Denn so einfach war das alles aufgrund des Hergangs nicht.

 

Der o.g. Schaden ist nämlich ein sogenannter Betriebsschaden und leider im privaten Kfz Bereich nicht versichert. Ein ähnlicher Fall wäre zum Beispiel wenn während der Fahrt die Motorhaube öffnet und es dadurch Schäden an ihrem PKW gibt. Trotz Vollkaskoversicherung kommt es hier nicht zur Regulierung durch eine Versicherung. Und das deutete der Versicherungsvertreter bei der Schadenaufnahme leider auch schon an.

 

Zum Glück bin ich Mitglied einer sehr kompetenten Gruppe hier bei Facebook in der sich einige Versicherungsmakler tummeln. Den Fall dort erläutert kamen wir alle zum selben Ergebnis: Der Schaden wird nicht reguliert da Betriebsschaden und dieser wiederum ist nicht versichert. Bis sich ein Kollege mit dem Tipp meldete doch mal im Prölls/Martin nachzulesen, dem Duden des Versicherungsvertragsgesetzes.

 

Hier kamen wir sehr schnell zu einer Lösung die da lautet: „Folgt aus dem Betriebsschaden ein Unfall ist dieser versichert. Der Bruchsschaden nicht – es sei denn, der Bruchschaden ist auf eine äussere Einwirkung – Schagloch bspw. – zurückzuführen.“

 

Soll heißen der Schaden am Auto sollte von der Versicherung reguliert werden. Der kaputte Reifen nicht! Ich denke mit dieser Info kann der Kunde nun seinem Versicherer etwas auf die Sprünge helfen. 🙂

 

Für alle anderen mein Tipp: Sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Ein Reifenwechsel in der Werkstatt kostet um die 20€. Besser als, im schlimmsten Fall, tausende von Euros wegen so einer Sache selber zahlen zu müssen, oder??

 

Es grüßt Sie herzlichst

 

Marlene Drescher

Ihre Versicherungsmaklerin im Leinatal

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